• 8. November 2019

Hommage à Agnès Varda: Von der Lust, die Welt zu bewohnen

LaDoc-Spezial Agnès Varda
Filmabend in Erinnerung an die französische Regisseurin (1928–2019)
mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christa Blümlinger „Agnès Vardas 
Wechselspiele zwischen Malerei, Fotografie und Film“.
Mittwoch, 20. November 2019, 19 Uhr, Eintritt frei
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln

 

Das Kölner Frauen Film Netzwerk LaDOC widmet in diesem Jahr die LaDOC-Lectures der im März 2019 verstorbenen französischen Regisseurin Agnès Varda. Die Auftaktveranstaltung der „Hommage à Agnès Varda“ findet am 20. November, 19 Uhr, an der Kunsthochschule für Medien Köln statt. Gezeigt werden die drei Foto-Filme von Agnès Varda „L’Opéra Mouffe“ (1958, 16 Min.), „Du Côté de la Côte“ (1958, 26 Min.) und „Ulysse“ (1983, 21 Min.). Nach der Vorführung hält Prof. Dr. Christa Blümlinger (Paris) einen Vortrag zum fotografischen Blick und zum Vermächtnis der Regisseurin unter dem Titel „Agnès Vardas Wechselspiele zwischen Malerei, Fotografie und Film.“ Die Abendveranstaltung ist eine Kooperation von LaDOC und der Gleichstellung an der KHM.

Das Programm:
Einführung: Prof. Dietrich Leder (KHM)

„L’Opéra Mouffe“, 1958, 16 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln
Opéra-Mouffe ist das Notizbüchlein einer schwangeren Frau, im Kontext einer Dokumentation über das Quartier der Rue Mouffetard in Paris. Ein Film über den Widerspruch, hoffnungsvoll ein Kind zu erwarten in einer Welt der Armen, der Alten, der Clochards, derer ohne Hoffnung.

„Du Côté de la Côte“, 1958, 26 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln
Besichtigung und Dokumentarfilm zugleich, entlang der Riviera – die exotischen Farben von Tourismus, vom Karneval und von Eden. Eine Insel. Einige Sonnenschirme werden am Ende zugemacht, zu einem fröhlichen Lied von Georges Delerue.

„Ulysse“, 1983, 21 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln
1954 nimmt Agnès Varda ein Foto von einem Mann, einem Kind und einer Ziege an einem Strand auf. Die Ziege ist tot, der Mann ist nackt und der Junge heißt Ulysse. Knapp 30 Jahre später macht sich Agnès Varda daran, den Mann und den Jungen ausfindig zu machen und nach ihren damaligen Eindrücken zu befragen. Der Mann ist heute Redakteur der Zeitschrift Elle und der Junge Buchhändler in Paris. Ein Ausflug in die Welt der Erinnerung und der Einbildung.

Vortrag von Prof. Dr. Christa Blümlinger (Paris): „Agnès Vardas Wechselspiele zwischen Malerei, Fotografie und Film“
Im Anschluss: Caroline Nokel (LaDOC) und Solveig Klaßen (KHM) im Gespräch mit Prof. Christa Blümlinger

 
 
Die „Hommage à Agnès Varda“ wird im Januar 2020 im Odeon Kino Köln mit zwei weiteren Lectures fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei ihr letzter Film „Varda par Agnès“, der am 9. Januar 2020 in den deutschen Kinos startet. Dazu eingeladen sind u. a. Rosalie Varda, die Tochter und Produzentin der Filme von Agnès Varda, und JR, der Protagonist ihres vorletzten Films.

Die LaDOC Lectures sind eine Veranstaltungsreihe des Kölner Frauen Filmnetzwerk LaDOC. Die Jubiläumsausgabe 15. LaDOC Lectures Finest 2019 findet in Kooperation mit der Gleichstellung an der KHM, der dfi im Filmbüro NW und dem Afrika Film Festival Köln statt und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert.
 
Gerne stellen wir Ihnen weitere Informationen und Bildmaterial zur Verfügung!
Foto: Agnes Varda bei ihrem Besuch der LaDOC Lecture 2010 in Köln, Copyright: Angelika Huber
Kontakt zu den LaDOC Lectures 2019:
Elfriede Schmitt elfriede.schmitt@gmx.biz

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