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Vorwort

Sich Illusionen leisten zu können: das ist der Komfort des Bürgertums. Viel zu oft hat sich
das Kino zum Komplizen dieser Bequemlichkeit gemacht. Den Illusionen – und der Passivität,
die sie ermöglichen – können Filme aber auch entgegenwirken. Vielleicht muss man
die Eintrübung des politischen Klimas, die Verschiebung des Meinungskorridors nach
rechts, zuerst als Imperativ verstehen, die Freiheit der Kunst auszureizen. Als Aufforderung,
Filme zu machen, die so unverschämt und persönlich sind, dass eine Auseinandersetzung
unausweichlich ist. Diese Ausgabe versteht sich als Einladung, über ein unbequemes Kino
nachzudenken.
Die Redaktion

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