• 25. Oktober 2012

FERNSEHSERIEN 3: FASSBINDER UND DER WDR

Günter Rohrbach
Fassbinders Fernsehserien zählen
heute zu seinen Hauptwerken, allen voran seine Döblin-Verfilmung BERLIN
ALEXANDERPLATZ. Daneben haben der Zweiteiler WELT AM DRAHT, die Neuerfindung
der Serienunterhaltung für Arbeiter ACHT STUNDEN SIND KEIN TAG, sowie die nicht
realisierte Serie SOLL UND HABEN auf je ihre Art Filmgeschichte geschrieben.
Die kontroverse damalige Reaktion auf diese Arbeiten soll im heutigen Kontext
neu diskutiert werden. Die Arbeitsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen von
Serienmachern heute machen die enormen Veränderungen in der Fernsehlandschaft
seit Fassbinders Tod deutlich. Und was genau will eigentlich das Publikum
sehen, das heute nicht mehr drei, sondern mindestens zehn mal so viele Kanäle
zur Auswahl hat.
SO 28. OKTOBER / 18:00 UHR /.CHB / DISKUSSION
ARBEITEN FÜR DAS FERNSEHEN MIT FASSBINDER / 
GÜNTER ROHRBACH IM GESPRÄCH MIT DIETRICH LEDER UND SASKIA WALKER
Podiumsdiskussion über die Zusammenarbeit des WDR
mit Fassbinder und die Veränderung der Produktionsbedingungen bis heute. Wie
wurde die Serie BERLIN ALEXANDERPLATZ durchgesetzt? Was waren die internen
Gründe der schon bei HANDS ON FASSBINDER #3 thematisierten Absetzung der
geplanten Fernsehsehserie SOLL UND HABEN. Welche Erfahrungen gab es mit der  „Arbeiterserie“ ACHT STUNDEN SIND KEIN
TAG und dem Zweiteiler WELT AM DRAHT?
Günter Rohrbach, geb. 1928 in Neunkirchen / Saar.
Kinofilm- und Fernsehproduzent. Seit 1961 beim WDR. 1965 Leitung der Abteilung
Fernsehspiel. 1979 bis 1994 Geschäftsführer
der Bavaria Film in
München. Ab 1994 freier Filmproduzent.
Von 2003 bis 2010 war er gemeinsam mit Senta Berger der erste
Präsident der Deutschen
Filmakademie
. Aufsichtsratmitglied der Constantin Film AG. Filme
als Produzent (Auswahl): BERLIN ALEXANDERPLATZ, DAS BOOT, DIE UNENDLICHE
GESCHICHTE, ÖDIPUSSI, STALINGRAD, SCHTONK, AIMÉE UND JAGUAR, DIE WEISSE MASSAI,
ANONYMA, HOTEL LUX.

Dietrich Leder, geb. 1954 in Essen. Nach dem
Studium der Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Pädagogik
und Philosophie in Köln. Seit 1994 Professor für Fernsehkultur an der
Kunsthochschule für Medien Köln. Lehrgebiet: Dokumentarfilmpraxis,
Mediengeschichte, Fernsehformate. Von 1997 bis 2000 sowie von 2004 bis 2006
Prorektor für Forschung und Lehre.
(Saskia)