In ihren ersten beiden langen Filmen beschäftigt sich die Künstlerin und Filmemacherin Selma Doborac mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ihrer filmischen Verhandelbarkeit. Während sie sich in THOSE SHOCKING SHAKING DAYS einer möglichen Dokumentation von Kriegsgeschehen und damit einhergehenden Gräueltaten ausschließlich über die essayistische Form und rhetorische Fragen nähert, findet Selma Doborac in DE FACTO filmische Antworten in der durchdachten Reduktion einer akribischen Recherche.
Man merkt diesem kristallklaren Film an, wie viel Fühl- und Denkarbeit er seiner Regisseurin, aber auch den Schauspielern abverlangt hat, um Unfassbares greifbar, für Momente sogar begreifbar zu machen, wie viel über die richtige Distanz, das richtige Maß von Abstraktion und Information, über Spiel und Nicht-Spiel nachgedacht und probiert wurde, um dem, was man eine wahrhaftige Auseinandersetzung mit diesen leider eben nicht unmenschlichen, sondern allzu menschlichen Verbrechen nennen könnte, einen Schritt näher zu kommen.
Darüber, wie die konkrete Arbeit an diesem Film aussah, wie DE FACTO seine filmische Form gefunden hat, wollen wir im Anschluss an die Vorführung sprechen.
(Franz Müller)
Im fsk Kino am 30. November 2025 um 20.00 Uhr
„By account [of 19 year old intern Mimi Beardsley], Kennedy asked her to perform oral sex on an aide while he watched. She did, and their contact continued for more than a year; it ended soon after she turned down a request to “take care” of Ted Kennedy.“ *
„One of Elvis Presley’s cousins, Billy Mann, accepted $18,000 to secretly photograph the corpse [of Elvis]; the picture appeared on the cover of the National Enquirer’s biggest-selling issue ever.“ **
„[McTiernan’s] reputation (…) had taken a sharp dive with 2002’s „Rollerball„, even as he was caught on tape using [eavesdropping private eye] Pellicano to investigate the film’s producer, Charles Roven, over supposed — and never substantiated — misuse of production money.“ ***
(Eingestellt von Christoph)