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Vom 27. bis 29. März zeigen wir im Revolverkino drei Spielfilme aus den letzten Jahrzehnten der Sowjetunion. Das sehr breite Spektrum der Filmherstellung überrascht. Mit den Filmstudios von Turkmenistan, Leningrad, und Odessa entstanden Filme, die, auch wenn sie gleich verboten wurden, so im Westen undenkbar sind. Extrem eigensinnig, erratisch undzugespitzt, mit verwirrten Helden und aufsässigen Protagonisten, die sich nicht ändern.

Sternspitze, sowjetische Extreme zeigt drei Filme höchst unterschiedlicher Machart von Alexander Sokurow, Georgi Danelija und Kira Muratowa.

Tage der Finsternis, eine semidokumentarische, metaphysische Seelenbeschreibung eines bildschönen Leningrader Kinderarztes in einer turkmenischen Stadt am Kaspischen Meer. Herbstmarathon, eine berühmte, jährlich ausgestrahlte Leningrader Komödie um einen Mann, der nicht „nein“ sagen kann. Eine Nebenfigur ist der deutsche Russlandfan Professor Hansen, dessen verkorkstes Russisch und falsch verstandene Redewendungen in den Sprachschatz der Sowjetbürger eingegangen sind. Und Lange Abschiede eine verbotene, erst 1987 uraufgeführte Tragikomödie aus Odessa über eine Mutter, die ihren erwachsenen Sohn ziehen lassen soll und so kokett wie hysterisch dagegen angeht.

Programm (der Eintritt zu allen Vorführungen ist frei):

27.3.2019
19:30 Tage der Finsternis (Dni satmenija) ( Alexander Sokurow, UdSSR 1988, 137 Min., 35mm, OmU)
Einführung: Saskia Walker

28.3.2019
19:30 Herbstmarathon (Ossenni Marathon) (Georgij Danelija, UdSSR 1979, 93 Min., 35mm, OmU)
Gespräch: Christoph Kuchinke

29.3.2019
19:30 Lange Abschiede (Dolgije prowody) (Kira Muratowa, UdSSR 1971, 94 Min., 35mm, OmU)

 

Jeden Monat an drei Abenden in Folge quer durch die Filmgeschichte, Formate und Genres: Die Filmzeitschrift Revolver zeigt im Gropius Bau was Kino sein kann.

 

Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

 

Das Kino befindet sich im Untergeschoss.

 

Der Eintritt ist frei.