In ihren ersten beiden langen Filmen beschäftigt sich die Künstlerin und Filmemacherin Selma Doborac mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ihrer filmischen Verhandelbarkeit. Während sie sich in THOSE SHOCKING SHAKING DAYS einer möglichen Dokumentation von Kriegsgeschehen und damit einhergehenden Gräueltaten ausschließlich über die essayistische Form und rhetorische Fragen nähert, findet Selma Doborac in DE FACTO filmische Antworten in der durchdachten Reduktion einer akribischen Recherche.
Man merkt diesem kristallklaren Film an, wie viel Fühl- und Denkarbeit er seiner Regisseurin, aber auch den Schauspielern abverlangt hat, um Unfassbares greifbar, für Momente sogar begreifbar zu machen, wie viel über die richtige Distanz, das richtige Maß von Abstraktion und Information, über Spiel und Nicht-Spiel nachgedacht und probiert wurde, um dem, was man eine wahrhaftige Auseinandersetzung mit diesen leider eben nicht unmenschlichen, sondern allzu menschlichen Verbrechen nennen könnte, einen Schritt näher zu kommen.
Darüber, wie die konkrete Arbeit an diesem Film aussah, wie DE FACTO seine filmische Form gefunden hat, wollen wir im Anschluss an die Vorführung sprechen.
(Franz Müller)
Im fsk Kino am 30. November 2025 um 20.00 Uhr
Hinweis auf Aktivitäten der Mitglieder:
Nicolas Wackerbarth
Nicolas Wackerbarth
Showtime!
…noch nicht ganz, denn heute zeigen wir meinen neuen Film
UNTEN MITTE KINN nur dem Team. Doch drei Stills poste ich hier. Da alles von den Schauspielern ohne Vorkenntnisse der konkreten Geschichte improvisiert wurde, bin ich auf die Reaktionen der Mitwirkenden sehr gespannt. Diese „dokumentarische“ Arbeitsweise erforderte von den Darstellern extrem viel Vertrauen, das ich während der Dreharbeiten jeden Tag neu erarbeiten musste. Eine lebhafte Entdeckungsreise und eine gute Erfahrung, die mit einem Dreh nach Script, in dem man vor allem auf die beste Umsetzung pocht, wenig zu tun hat. Das Resultat ist eine etwas psychotische, ja beklemmende Komödie. Die nationale Premiere folgt Ende Juni auf dem Filmfest München.
UNTEN MITTE KINN nur dem Team. Doch drei Stills poste ich hier. Da alles von den Schauspielern ohne Vorkenntnisse der konkreten Geschichte improvisiert wurde, bin ich auf die Reaktionen der Mitwirkenden sehr gespannt. Diese „dokumentarische“ Arbeitsweise erforderte von den Darstellern extrem viel Vertrauen, das ich während der Dreharbeiten jeden Tag neu erarbeiten musste. Eine lebhafte Entdeckungsreise und eine gute Erfahrung, die mit einem Dreh nach Script, in dem man vor allem auf die beste Umsetzung pocht, wenig zu tun hat. Das Resultat ist eine etwas psychotische, ja beklemmende Komödie. Die nationale Premiere folgt Ende Juni auf dem Filmfest München.
UNTEN MITTE KINN
mit Kathleen Morgeneyer, Anne Müller, Lucie Heinze, Luise Berndt, Grit Paulussen, Konstantin Frolov, Christoph Letkowski, Ole Lagerpusch, Daniela Holtz, Jan Neumann, Fritz Schediwy, Ursula Werner
REGIE/BUCH Nicolas Wackerbarth KAMERA Bernhard Keller TON Bernd v.Bassewitz SCHNITT Janina Herhoffer CASTING Ulrike Müller DRAMATURGIE Irene Rudolf AUSSTATTUNG Kathrin Krumbein TONGESTALTUNG Adrian Baumeister PRODUKTION Florian Koerner und Michael Weber/Schramm Film REDAKTION Burkhard Althoff/ZDF Das kleine Fernsehspiel
(Eingestellt von Nicolas)
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Hatt es bildpolitische Gründe, dass es keine Trailer Deiner Film Netz gibt?
Danke für Dein Interesse:
Eine DVD-Veröffentlichung ist zum Kinostart meines
Films HALBSCHATTEN angedacht. Der läuft jetzt erstmal auf der Berlinale.
Beste Grüße,
Nicolas
Hallo, ich würde sehr gern den Film sehen, leider finde ich nichts zu zukünftigen Ausstrahlungen oder DVD-Ausgabe. Wird es da etwas geben?
Der film hat mich total fasziniert! Ueber lange strecken hielt ich ihn fuer einen echten dokfilm. Was er ja gewissermassen auch ist. Arbeite seit jahren als schauspielerin und in kollektiven – zeitweise konnte ich fast nicht zuschauen. Wirklich tolle arbeit!
Ein unglaublich guter Film. Vielen Dank! Ich bin selber Schauspieler, relativ frisch von der Schule. Ich bin vor dem Fernseher herumgetigert. Wollte immer wieder ausschalten,w eil ich es kaum ausgehalten habe. Zum Glück waren die Zustände bei uns an der Schule nicht so schlimm und ich hoffe sehr, dass keiner von euch das in dieser Form erlebt har, aber erinnert fühlt man sich trotzdem an manches… Und das Ende. Mir fehlen die Worte. Ich wusste, warum ich spiele! Diese Freiheit! Dieser Moment, in dem alles geht. Diese Welle, die diese drei vier Leute am Ende erwischen! Das ist es! Danke!