In ihren ersten beiden langen Filmen beschäftigt sich die Künstlerin und Filmemacherin Selma Doborac mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ihrer filmischen Verhandelbarkeit. Während sie sich in THOSE SHOCKING SHAKING DAYS einer möglichen Dokumentation von Kriegsgeschehen und damit einhergehenden Gräueltaten ausschließlich über die essayistische Form und rhetorische Fragen nähert, findet Selma Doborac in DE FACTO filmische Antworten in der durchdachten Reduktion einer akribischen Recherche.
Man merkt diesem kristallklaren Film an, wie viel Fühl- und Denkarbeit er seiner Regisseurin, aber auch den Schauspielern abverlangt hat, um Unfassbares greifbar, für Momente sogar begreifbar zu machen, wie viel über die richtige Distanz, das richtige Maß von Abstraktion und Information, über Spiel und Nicht-Spiel nachgedacht und probiert wurde, um dem, was man eine wahrhaftige Auseinandersetzung mit diesen leider eben nicht unmenschlichen, sondern allzu menschlichen Verbrechen nennen könnte, einen Schritt näher zu kommen.
Darüber, wie die konkrete Arbeit an diesem Film aussah, wie DE FACTO seine filmische Form gefunden hat, wollen wir im Anschluss an die Vorführung sprechen.
(Franz Müller)
Im fsk Kino am 30. November 2025 um 20.00 Uhr
Einer, der wirklich nicht mein Freund ist, sagt jedes Mal, wenn wir uns sehen: „Wir sind Facebook-Freunde”. Als müsste mich das freuen. Als könnte es den Unsinn entkräften, den er redet. Dabei bin ich doch gar nicht bei Facebook. Natürlich meint er: Revolver. Wer solche Freunde hat… Na, wir haben jetzt 3000. Und freuen uns. Ganz im Ernst: Danke für das Interesse. Sagen Sie uns durchaus ab und zu die Meinung. Das Ganze kann noch viel lebendiger und widersprüchlicher werden. Kino braucht Auseinandersetzung – und wir brauchen das Kino. In diesem Sinne:
(Eingestellt von Christoph)
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Noch eine Möglichkeit: YOU DON'T GET TO 3 THOUSAND FRIENDS WITHOUT A LOADED REVOLVER.
Ich dachte im ersten Moment da steht:
"You don't get to 3000 friends without meeting a few of them"
Das gefiel mir auch…