In ihren ersten beiden langen Filmen beschäftigt sich die Künstlerin und Filmemacherin Selma Doborac mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ihrer filmischen Verhandelbarkeit. Während sie sich in THOSE SHOCKING SHAKING DAYS einer möglichen Dokumentation von Kriegsgeschehen und damit einhergehenden Gräueltaten ausschließlich über die essayistische Form und rhetorische Fragen nähert, findet Selma Doborac in DE FACTO filmische Antworten in der durchdachten Reduktion einer akribischen Recherche.
Man merkt diesem kristallklaren Film an, wie viel Fühl- und Denkarbeit er seiner Regisseurin, aber auch den Schauspielern abverlangt hat, um Unfassbares greifbar, für Momente sogar begreifbar zu machen, wie viel über die richtige Distanz, das richtige Maß von Abstraktion und Information, über Spiel und Nicht-Spiel nachgedacht und probiert wurde, um dem, was man eine wahrhaftige Auseinandersetzung mit diesen leider eben nicht unmenschlichen, sondern allzu menschlichen Verbrechen nennen könnte, einen Schritt näher zu kommen.
Darüber, wie die konkrete Arbeit an diesem Film aussah, wie DE FACTO seine filmische Form gefunden hat, wollen wir im Anschluss an die Vorführung sprechen.
(Franz Müller)
Im fsk Kino am 30. November 2025 um 20.00 Uhr
HINWEIS AUF AKTIVITÄTEN DER MITGLIEDER:
NICOLAS WACKERBARTH
Freue mich auf heute Abend! Da wird mein neuer Film HALBSCHATTEN in dem schönen Delphi Filmpalast seine Premiere feiern. Termine der anderen Berlinale Screenings habe ich beigefügt. Einen ersten Trailer findet ihr hier. Eine erste Besprechung ist in Screen Daily.
Berlinale Screenings:
09.02.13 18:00 Delphi Filmpalast
10.02.13 13:45 CineStar 8
11.02.13 21:30 Tilsiter Lichtspiele (Berlinale Goes Kiez)
13.02.13 22:30 Cubix 9
17.02.13 17:30 Arsenal
(Nicolas Wackerbarth)
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Hier eine erhellende Rezension des Film vom großen deutschen Filmkritiker Ekkehard Knoerer —
http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/319_etwas_gekl%C3%BCgeltes%3A_nicolas_wackerbarths_%27halbschatten%27_%28forum%29.html
Ich konnte in dem Film viel für mich spannendes finden. Danach hatte ich das sichere Gefühl, meine Zeit genau richtig verbracht zu haben, zumal meine eigene Kreativität sehr angeregt war. Vielen Dank dafür. Zur intensiven rationalen Auseinandersetzung mit dem Film bin ich über die interessante Q&A hinaus Berlinale-typisch leider noch kaum gekommen. Grüße, Friedrich
Kann man so sehen, ich sehe es anders. Danke aber für das Interesse an dem Film, Grüße nic
Ich habe mich leider sehr gelangweilt, obwohl meine Vorfreude groß war. Es ist uninteressant dabei zuzuschauen, wie sich eine frau langweilt.